Schlank und fit durch die närrische Zeit!
Richtige Ernährung und Zink1) können Ihnen helfen, den Karneval heil zu überstehen.
Den Karnevalsmarathon von Weiber-Fastnacht bis Aschermittwoch ohne Kater zu überstehen gelingt Ihnen am Besten, wenn sie vor dem Alkoholgenuss für eine feste Nahrungsgrundlage sorgen, zwischen all dem Hochprozentigen viel und reichlich Mineralwasser trinken und Mineralstoffverluste rasch ausgleichen.
Eine ausreichende Versorgung mit dem lebensnotwendigen Spurenelement Zink1) kann die Leber vor schädlichen Auswirkungen des Alkohols schützen. Was nicht heißen soll, daß Sie sich ungehemmmt betrinken sollten. Mäßiger Alkoholgenuß, am Besten bodycure-gerecht mit trockenem Sekt oder Wein, ist auch für die närrischen Tage empfehlenswert und hilft Ihnen, schlank und gesund durch die tollen Tage zu kommen.
Nicht zu emfehlen ist der Alkoholgenuss auf nüchternen Magen, es sei denn, Sie möchten, dass die Feiertage gleich nach den ersten zwei oder drei Bierchen vorbei sind. Ideal ist eine feste Nahrungsgrundlage aus belegten Broten oder Brötchen, Salaten, Fleisch- oder Fischgerichten. Trinken Sie nach jedem alkoholhaltigen Getränk ein großes Glas natriumreiches Mineralwasser! Das hilft, Ihren Alkoholkonsum zu reduzieren, verbessert Ihre Flüssigkeitsbilanz und hilft Ihnen, eine klaren Kopf zu behalten.
Für den nächsten Morgen empfiehlt es sich, nicht dort weiterzumachen, wo man am Abend zuvor aufgehört hat. Das ist eine etwas veraltete Anti-Kater-Stategie. Besser ist ein deftiges Frühstück, um Mineralstoffverluste, vor allem Natrium und Magnesium, wieder auszugleichen. Ausnahmsweise zu empfehlen ist Rührei, eine kräftige Brühe, Rollmops mit sauren Gurken und ein mit Salz und Pfeffer abgeschmeckter Tomatensaft.
Für viele frische Vitamine und Mineralstoffe sorgen ein Obstsalat oder ein frisch gepresster Obstsaft. Anschließend regt ein Spaziergang an der frischen Luft den Kreislauf an und schafft wieder einen klaren Kopf. Gute Lebensmittel für das leberschonende Zink sind mageres Rindfleisch und Milchprodukte.
1) „Einer Studie zufolge ist Zink wahrscheinlich in der Lage, die Leberzellen vor Alkohol zu schützen. Empfohlen werden 15 Milligramm Zink-Histidin täglich. In der Studie von Professor Dr. James Kang, deren Ergebnisse er auf der vierten Internationalen Zinkkonferenz 2003 auf Grand Cayman vorgestellt hat, erhieltem vier Gruppen von Mäusen jeweils unterschiedliche Mengen an Alkohol: die Kontrollgruppe erhielt nur Wasser, die zweite Gruppe hohe Ethanoldosen, die dritte erhielt Wasser und Zink und die vierte Alkohol und Zink."
Als Ergebnis zeigte sich bei den Mäusen, die nur Alkohol erhielten, die typische alkoholbedingte Leberzellschädigung in Form von Zelluntergang, wohingegen bei den Mäusen, die zum Alkohol zusätzlich Zink erhielten, die typische Leberschädigung gehemmt wurde. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Zink auf verschiedenen Ebenen die Entstehung von Leberzellschäden verhindert. Es hemmt direkt und indirekt den hauptverantwortlichen Stoff für die Induzierung der alkoholbedingten Leberzellschädigung - das Enzym Caspase-3. Zink verfügt ebenfalls bekanntermaßen über antioxidative Effekte, wodurch die Entstehung von Leberzellschäden verhindert wird.
Es ergaben sich weiterhin Hinweise, dass Zink einen Umkehreffekt bei bereits bestehenden Leberzellschäden haben könnte. Alkohol ist eines der Hauptgifte für die Leberzellen. Es führt zu Veränderungen der Leber und daraus resultierenden Erkrankungen wie Hepatitis, Fettleber und Leberzirrhose. Menschen mit diesen Erkrankungen könnten also von einer Zinkeinnahme profitieren.
Die Wissenschaftler gehen von einer Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf den Menschen aus, weitere Untersuchungen bleiben jedoch abzuwarten. Da insbesondere Menschen mit hohem Alkoholkonsum unter einem Zinkmangel leiden, ist ihnen eine Supplementation mit organischem Zink, beispielsweise Zink-Histidin, zu empfehlen. Komplexbildner wie die essenzielle Aminosäure Histidin können die Absorption von Zink verbessern(3). Natürlich sollte auch auf eine ausreichende Zufuhr von Zink mit der Nahrung geachtet werden. Insbesondere rotes Fleisch (Rindfleisch) ist reich an Zink mit einer hohen Bioverfügbarkeit.“
Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
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